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Häfen, die Geschichte machten und deren Auferstehung

Der älteste und größte ausgebaute Seehafen der Frühgeschichte wurde nicht, wie zu vermuten wäre, an den Küsten des Mittelmeeres, sondern an den Gestaden des Indischen Ozeans nachgewiesen, ein Beweis mehr für die rege Seefahrt in jener Region. Der Hafen wurde im 3. Jahrtausend v. u. Z. bei Lothai, am Golf von Cambay, angelegt und ständig ausgebaut. Seine Molen besaßen die beträchtliche Länge von 240 m.


Eine 12 m breite Öffnung gewährte den Schiffen die Einfahrt in das 214 x 36 m große, gemauerte Hafenbecken, in dem gleichzeitig bis zu dreißig Schiffe mit 50 t Tragfähigkeit festmachen konnten. Ein Stichkanal mit Schleuse leitete das Flutwasser ab und regulierte den Wasserstand im Hafenbecken. Die Zahlen schreiben sich leicht hin, ohne eine konkrete Vorstellung von den damit verbundenen Bauleistungen zu vermitteln.

Der Molenbau ist auch heute noch eine schwierige Aufgabe, selbst angesichts modernster Technik, die es ermöglicht, vorgefertigte Betonblöcke mittels Schwimmkranen zur Baustelle zu transportieren und maßgerecht ins Meer abzusenken. Den Hafenbauern der Frühgeschichte standen weder Schwimmkrane noch Schwimmbagger zur Verfügung. Zur Fundierung der Molen schüttete man so lange Gestein und Geröll in das Meer, bis sich ein fester Damm über den Wasserspiegel erhob, auf dem sich die eigentliche Mole errichten ließ.

Um die Häfen der Antike wieder auferstehen zu lassen, soll nun in einem Projekt für Universitäten und Museen versucht werden, mit Hilfe der 3D Architektur und 3D Animation eine digitale Rekonstruktion zu erreichen. Auch die eindrucksvolle Farbgestaltung der damaligen Zeit kann so wiedergegeben werden.


Mit der 3D Visualisierung von antiken Bauten, kann ein eindrucksvoller Einblick in die damalige Zeit geschaffen werden.

Lars Wienke

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