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Citrin – die gelbe Perle

Der Edelstein Citrin ist eine gelbe Varietät des Quarzes, dabei leitet sich Citrin aus dem lateinischen Namen „citrus“ für Zitrone ab. Gemeint ist seine zitronengelbe Farbe, die je nach Herkunft vom blassen Grün bis hin zu einer braunen Färbung reicht.


Der Citrin stellt den Monatsstein für November dar. Er kommt vornehmlich in Brasilien, Argentinien, in Madagaskar, den USA und in Spanien vor. Die Ausbeute des Citrins ist sehr gering. Seine Färbung erhält der Citrin auf verschiedenste Wege. So können eisenhaltige Varietäten ihre Verfärbung durch ihre Oxideinschlüsse erhalten. Diese Eisenhydroxide haben eine Größe von etwa 100nm und absorbieren das Licht in einem violetten bis blauen Bereich – der Stein erscheint gelblich bis braun orange.

Je nach Ursache und Zustandekommen der Verfärbung wird der Citrin im Wesentlichen in fünf Typen differiert:

1. In einen natürlichen und eisenhaltigen gelben Citrin, der seine Farbeindrücke durch Einschlüsse von submikroskopischen Eisenhydroxidpartikel erhält.

2. Amethyste, die ihre orange-gelbe bis braune Färbung durch Erhitzen der Eisenoxide auf etwa 500° Celsius bekommen.

3. Synthetische, eisenhaltige Quarze, die ihre gelbe bis braune Farbe durch hydrothermale Heranzüchtung bekommen.

4. Durch Bestrahlung gelb gefärbter Quarze, was auf natürlichem Wege im Gestein oder künstlich im Labor erfolgen kann. In der Natur stellt dabei die Quelle der radioaktiven Strahlung Uran und Thorium im umgebenden Gestein dar.

5. Eine grünlich-gelbe Bestrahlungsfärbung erhält der Citrin ebenfalls durch die Bestrahlung von natürlichen Quarze. Durch eine zusätzliche Absorbtionsbande im violetten Bereich des Spektrums (bei ca. 400 nm) unterscheidet sich dieses Verfahren zum vorherigen.


Noch heute ruft der Citrin bei Schmuckfreunden, die kein Fachwissen besitzen Erstaunen hervor – nicht nur wegen der Färbung, sondern weil man ihnen sagt, dass der Stein, den sie in der Hand halten ein Citrin, also kein Topas, sondern Quarz, ist.

Jürgen Pospischil

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