Wasserbetten und ihre Erfindung
Überall liest man, dass Wasserbetten in den 50er/60er Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden wurden, also eine noch recht neue Erfindung sind. Doch das stimmt nur bedingt.
Damals erfand man ein Wasserbett, welche auch für den alltäglichen Gebrauch taugte. Doch die wenigsten Menschen konnten sich seither ein Wasserbett leisten, da ihr Preis einfach zu hoch war. Wasserbetten kannte man schon Ende des 19.Jahrhunderts. Speziell für Verbrennungsopfer entwickelte man aus einer wassergefüllten Schale in der Größe einer Liegefläche, die mit einem breiten Kautschuktuch überspannt wurde, das erste hydraulische Bett – ein Wasserbett. Wasserbetten hatten seitdem ihren festen Platz in der medizinischen Ausstattung und auch heute werden Wasserbetten insbesondere für bestimmte Erkrankungen, wie z.B. Wirbelsäulenleiden. Allergien oder Schlafstörungen gekauft.
Doch auch das erste hydraulische Bett war nicht das erste Wasserbett, welches die Menschen erfunden haben. Die wahren Erfinder der Wasserbetten sind nämlich die Nomaden vor Tausenden von Jahren. Da sie auf ihren Reisen durch die Wüste für sich und die Kamele Wasservorräte mit sich nehmen mussten, erfanden sie den Wasserbeutel, den sie sich aus Ziegenhäuten nähten. Tagsüber auf ihrer Reise, erhitzte sich das Wasser in den Beutel und man verwendete nachts die noch warmen Behälter als Unterlage für die Schlafstätte. Es waren somit die ersten Wassermatratzen die man kennt.
Die heutigen Wasserbetten haben mit ihnen nichts mehr gemein, außer das sie nach wie vor mit Wasser befüllt werden und beheizt sind. Moderne Materialien machen das Wasserbett nahezu unverwüstlich. Das man in Wasserbetten durch die Wellenbewegung seekrank würde, ist nur noch ein Ammenmärchen.
Durch spezielle Vlieseinlagen lassen sich die Härtegrade der Matratzen bestimmen und die Bewegung des Bettes ist ebenfalls einstellbar. Selbst der Preis ist heute kein Nachteil mehr, benötigt man bei den meisten Wasserbetten, keinen Rahmen mehr und einen Lattenrost wird ebenfalls nicht benötigt. Vergleicht man nun den Komplettpreis eines Wasserbettes mit dem für ein komplettes herkömmliches Bett, wird schnell klar, dass es nicht wesentlich teuerer ist.
Sandra Mueller
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