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Haarausfall

Die Anlagen für unsere Haare erhalten wir schon im Mutterleib ab der 6. Schwangerschaftswoche. Dort werden bereits unsere rund 5 Millionen Haarfollikel angelegt. Nach der Geburt kommen keine neuen Haarfollikel mehr hinzu. Nicht jeder Haarfollikel lässt ein Haar wachsen. Andererseits können die Follikel mehrere Haartypen im Laufe unseres Lebens entwickeln.


Jeder Mensch verliert Haare, Tag für Tag sind es etwa 60 bis 100 Haare. Das ist nicht schlimm, denn es bilden sich aus einem Haarfollikel in bestimmten Zyklen neue Haare. Sind es mehr als diese einhundert, wird unsere Haarpracht weniger. Wenn auch zunächst besorgte Blicke in den Spiegel häufig sind, gesundheitliche Ursachen sind seltener.

Haarausfall bei Frauen ist ebenso wie bei Männern eine relativ häufige Erscheinung, hat aber einige unterschiedliche Konsequenzen. Der Haarausfall bei Männern wird in unserer Gesellschaft respektiert. Bei einer Frau mit Haarproblemen, ist das aber meistens nicht der Fall. Die Hauptursache für den Haarausfall liegt in einer Erhöhung der Rezeptorenzahl der Follikel für männliche Hormone. Aber auch zuviel Stress oder Immunsystemstörungen können Haarausfall hervorrufen. Nach der Häufigkeit geordnet, steht der „Hormonell-erbliche Haarausfall“ an allererster Stelle, der „Kreisrunde Haarausfall“ und der „Diffuse Haarausfall“ treten wesentlich seltener auf.

Ist eine hormonelle Veränderung schon im Laufen, ist es kompliziert, diesen Prozess zu stoppen und in der Umkehr zu starten. Sind mit dem hormonell-erblichem Haarausfall keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen verknüpft, ist aus rein medizinischer Sicht eine Therapie nicht zwingend angeraten. Für die kosmetisch-optische Korrektur gibt es heute gute und zuverlässige Hilfen.

Der kreisrunde Haarausfall ist nicht durch Hormone bedingt und heilt meisten innerhalb einiger Wochen wieder ab. Störungen des Immunsystems können den kreisrunden Haarausfall auslösen. Behandlungen mit Zinkpräparaten oder Mitteln gegen Schuppenflechte zeigen öfter guten Erfolg. Manchmal kann jedoch nicht verhindert werden, dass die Haare erneut ausfallen.


Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare überall am Kopf aus. Die Haare werden immer weniger auf dem gesamten Kopf. Dafür kann es sehr unterschiedliche Ursachen geben, wie z.B. Hormonschwankungen insbesondere bei Frauen, Schilddrüsenerkrankung, Eisenmangel, Stress, Infektionen, Medikamente oder die Art der Ernährung.

Axel Müller
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