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Haarausfall – neue Behandlungsmöglichkeiten

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen an der Charité in Berlin geben Hoffnung bezüglich der Behandlung von Haarausfall. Tierversuche lassen diesen Schluss zu. Bei unter Stress stehenden Mäusen wurde beobachtet, dass deren Haarwachstum aufhörte und es zu Haarausfall kam. Dasselbe Ergebnis entstand, wenn man Mäusen ein Stresshormon zuführte.


Wissenschaftler zogen daraus den Schluss, dass Stress, zumindest bei Tieren eine Ursache für Haarausfall sein konnte. Sie forschten in dieser Richtung weiter, um herauszufinden, ob dieser behandelbar bzw. zu stoppen ist. Durch die Gabe eines Gegenhormons konnte das Haarwachstum zwar nicht wieder angeregt, der Haarverlust aber gestoppt werden. Sie bewiesen hiermit erstmals, dass auf das Haarwachstum hormonell Einfluss genommen werden kann.

Die scheint ein Lichtblick für viele Männer und Frauen zu sein, die von diesem Problem betroffen sind. Bisher wurde auf diesem Gebiet nur wenig geforscht und Haarausfall dementsprechend auch nicht behandelt. Obwohl gut die Hälfte aller deutschen Frauen und Männer mehr oder weniger davon betroffen sind. Haarausfall tritt entweder in bestimmten Lebensphasen oder mit zunehmendem Alter auf. Männer und Frauen sind gleichermaßen davon betroffen. Ob die jeweiligen Personen darunter leiden oder nicht, ist individuell verschieden, so ist er doch in jedem Fall nicht gerade angenehm und unter ästhetischen Gesichtspunkten meistens nicht erwünscht. Kann doch unter bestimmten Umständen aus dem Haarverlust (Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag, die nicht nachwachsen) zu einer Haarlosigkeit (Verlust von mehr als 60 % der Haare) führen. Spätestens dann wünschen sich die Betroffenen eine Behandlungsmöglichkeit.


Um Haarausfall gezielt behandeln zu können, müssen die Ursachen bekannt sein. Hier liegt das eigentliche Problem. Eine genetische Disposition, Schwangerschaft, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, akute und chronische Krankheiten sind mögliche Auslöser und stehen oft im Zusammenhang mit dem Haarverlust. Ob dies auch die Ursachen sind oder welche sonstigen Einflüsse und Faktoren eine Rolle spielen, ist noch nicht ausreichend erforscht. Es wird vermutet, dass die eigentlichen Ursachen auch gänzlich woanders liegen können.

Heike Stopp

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