Chirurgische Hilfe bei Haarausfall
Immer mehr an Bedeutung im Kampf gegen Haarausfall hat in den letzten Jahren die Haartransplantation – Haarverpflanzung bekommen. Dies hat Gründe, denn so tritt Ausfall der Haare nicht nur immer öfter bei älteren Menschen, sondern auch bei jüngeren Menschen auf und gerade in der „Sturm und Drang-Zeit“ lästig und nicht beliebt.
Warum die Haarausfall-Zahlen ansteigen, darüber rätselt man noch. Sicher ist jedoch, dass die Gesellschaft heute immer hektischer und stressiger wird. Mobbing am Arbeitsplatz beispielsweise ist keine Seltenheit mehr und kann Stress durchaus Haarausfall auslösen. Auch der Druck, schön sein zu müssen, steigt an, sicherlich auch durch die ganzen Vorbilder von schönen Menschen, welche uns die Magazine Tag für Tag zeigen.
Doch auch der Druck auf Männer stieg die letzten Jahre deutlich an. Six-Pack, volle Haare, schöne Zähne, knackigen Hintern u.s.w. sind „in“ und Mann pflegt sich heute, sowie ist auch der Gang zum Kosmetiker, oder die Nachhilfe beim Schönheitschirurgen, heute kein Tabu mehr. Dabei wird tendenziell ein Eingriff nun auch in Deutschland beliebter, die Verpflanzung von Haaren, oder als Haartransplantation-Haarverpflanzung bezeichnet. Zwar sind Perücken und Toupets eine Hilfe, doch genauer nachgefragt, nicht sehr beliebt und Medikamente können den Haarausfall zwar stoppen, aber neue Haare bringen diese kaum. An diesem Punkt knüpft jedoch die Haartransplantation an und kann Menschen helfen, endlich neue Haare auf kahle Flächen zu bekommen.
Hintergedanke einer Behandlung Haarausfall mit Haartransplantation, dass Haarfollikel aus dem festen – niemals ausfallenden Haarkranz – extrahiert und auf haarlose Stellen umgepflanzt werden und dann sogar auch an den vormals haarlosen Stellen – niemals ausfallen. Genau dies und was als Spender-Dominanz bezeichnet wird, macht Millionen unter Haarausfall leidenden Menschen Hoffnung, doch noch zu einer vollen Haarpracht verholfen zu bekommen. Dabei werden insbesondere immer wieder zwei Methoden genannt. Follicular Unit Transplantation, bei der ein vorher entnommener Hautstreifen feinstens, mit Mikroskop, in Follicular– Unit-Transplantate zergliedert und in die haarlosen Stellen eingepflanzt wird und die Follicular Unit Extraktion, bei der mit Hilfe von Hohlnadeln – direkt am Kopf – die natürlichen Grüppchen, auch als Follicular Unit`s bezeichnet, extrahiert und ebenfalls auf die vorher haarlosen Stellen eingepflanzt werden.
Beide Methoden haben Ihre Berechtigung, wobei die Entnahme in einem Hautstreifen aufgrund der Schnelligkeit eher günstiger ist und die Entnahme von nur einzelnen natürlichen Grüppchen, eher teurer, da nur langsam gearbeitet werden kann. Andere Unterschiede liegen in der Transplantatanzahl in einer bestimmten Zeit. Mit Follicular Unit Transplantation lassen sich gar mehrere tausend Transplantate an einem Tag gewinnen, bei Follicular Unit Extraction jedoch deutlich weniger. Unterschied ebenso was die Entstehung der Narben-art angeht.
Bei der Streifenentnahme eine dafür typische lang gezogene Narbe und bei der Einzelentnahme eher verteilte, jedoch aufgrund der mikrofeinen Größe kaum zu erkennenden Narben, welche selbst noch äußerst kurze Haarschnitte erlaubt. Werden diese Haarverpflanzung-Haartransplantation-Verfahren von spezialisierten und erfahrenen Haarchirurgen durchgeführt, so werden – auch wenn man niemals mehr die Haarpracht eines Jugendlichen erreicht wird – schöne, sowie äußert natürliche Effekte erzielt.
Andreas Krämer
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