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Englische Lebensversicherungen

Die Englische Lebensversicherung – gehört hat man sicher schon einmal davon, doch etwas Geheimnis umwoben ist sie schon. Wenn auf Basis einer Auszahlung eine Renditerechnung vergleichbar ist, könnte exakt mit Zahlen aufgewartet werden. Versuchen wir zunächst gemeinsam herauszufinden, was die englische Lebensversicherung so einmalig machen soll. Schließlich gibt es in Deutschland schon eine Menge verschiedener Anbieter mit noch mehr unterschiedlichen Versicherungstarifen.


Alte Finanzfüchse gehen immer davon aus, dass Sicherheit und Rendite einer Anlageform miteinander korrelieren. Hohe Sicherheit, kleinere Rendite steht gegenüber einer niedrigeren Sicherheit (evtl. auch Schwankung) mit höherem Gewinn. Das bei einer reinen Anlage. Bei Lebensversicherungen gehen nun bekanntlich nicht alle Beträge in die reine Anlage. Der Gesetzgeber begünstigt bestimmte Lebensversicherungen vor allem steuerlich und erwartet dafür auch, dass eine Absicherung mit gegeben sein muss. Damit geht ein bestimmter Anteil der Beiträge in diese Risiko-Absicherung. Jüngere und gesunde Versicherungsnehmer zahlen hier einen geringeren Anteil. Die so genannte „Sterbetafel“ – eine Lebenserwartungsstatistik – wird in Deutschland für alle Versicherer gleich vorgeschrieben. Vom eigentlichen Sparanteil gehen weiterhin die Verwaltungskosten weg. Diese sind von Versicherung zu Versicherung sicher verschieden. Verwaltungskosten, kann ich mir vorstellen, sind in Deutschland sicher nicht die niedrigsten.

Einen großen Einfluss auf die Renditen von Lebensversicherungen spielt die Höhe und die Art und Weise der Bezahlung des Vertriebes, also der gesamten Vermittlerhirarchie. Eine schlanke Vermittlung kostet weniger, als eine zehn Ebenen tiefe Struktur. Weiter ist dabei zu beachten, dass bei fast den meisten Lebensversicherungen diese so genannte gezillmerte Tarife sind. Bei diesen werden die Vertriebskosten komplett zu Beginn der Laufzeit einbehalten. Das bewirkt in den meisten Verträgen, dass erst im Laufe des dritten Jahres überhaupt irgendetwas im Spartopf ankommt (überschlagsweise kann gerechnet werden, dass ein Jahr Laufzeit einen Monat an Beitrag braucht). Tarife, bei welchen der Vermittler über die gesamte Laufzeit monatlich seinen Obolus erhält, sind in Deutschland auch auf Grund des „Stornoverhaltens“ und der Entwicklungsgeschichte der Vertriebe zu vernachlässigen. Es fehlen somit die gerade durch den Zinseszinseffekt sehr wichtigen „ersten Jahre“.

Für den verbleibenden Sparanteil zählt jetzt die Verzinsung oder Rendite. Die meisten deutschen Lebensversicherungen legen konservativ an – vergleichbar mit einem Sparbuch (etwas überzogen). Anlagestrategien mit höherer Rendite, als Beispiel Aktienfonds, werden hierzulande Fondspolicen genannt. Bei guter Beratung und Betreuung sind hiermit auch höhere Renditen erzielbar.


Mit diesem Überblick kann der Leser selbst handeln. Von britischen Versicherern angewandtes Outsorcing kann z. B. auch hierzulande eingesetzt werden. Dann werden unsere Lebensversicherungen mit höheren Renditen in Asien policiert und…. Weitere betriebs- und volkswirtschaftliche Schlussfolgerungen möchte der Leser bitte selbst ziehen.

Axel Müller

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