Sportereignisse vorhersagen
Mittlerweile sind alleine in Deutschland über fünf Millionen Menschen bei einem der zahlreichen Online Wettanbieter registriert. Die meisten davon sehen Sportwetten lediglich als Hobby und wollen sich am Samstag den aktuellen Bundesliga Spieltag mit einem Schuss Extra Spannung versüßen. Der Gewinngedanke steht dabei zumeist im Hintergrund zumal häufig um nur kleine Beträge gespielt wird. Gleichzeitig gibt es allerdings auch eine nicht unbeachtliche Anzahl an Wettern, die sich mehr als nur ein kleines Taschengeld verdienen möchten. Viele glauben aber auch, dass das allgemeine Interesse an Sport die einzige Voraussetzung für langfristigen Erfolg mit Sportwetten ist. Weit gefehlt!
Kontinuierliche Wettgewinne einzufahren kann vom Schwierigkeitsgrad durchaus mit erfolgreichen Anlagestrategien an der Börse verglichen werden. Zwar ist ein gewisses Interesse an Sport Grundvoraussetzung, gleichzeitig ist es aber auch nur einer von vielen Mosaiksteinen.
Schon Semi-Profis arbeiten mit ihren eigenen „Estimations“ um die Nase vorn zu haben. Dabei versteht man unter Estimations nichts anderes als eine eigene Prognosestrategie für Sportereignisse zu entwickeln. Nur diejenigen, die Estimations erstellen können die jenen der Wettanbieter überlegen sind können auch langfristig profitabel wetten. Gute Estimations berücksichtigen eine Reihe von Faktoren welche einen spielentscheidenden Einfluss haben könnten. Dazu gehören beispielsweise die aktuelle Kadersituation eines Vereins, der Motivationsindex eines Teams, die Stärke des Heimvorteils, die zu erwartende Müdigkeit nach einer langen Reise zu einem Auswärtsspiel oder auch externe Einflüsse wie in etwa der Rasenzustand. Selbstverständlich spielen auch Statistiken (dazu gehören in jedem Fall auch Langzeitstatistiken) eine äußerst wichtige Rolle bei der Erstellung der eigenen Estimations.
Je mehr Faktoren man in die Berechnung der Estimations miteinbezieht, desto genauer wird die Prognose. Gleichzeitig wird die Gewichtung aller einbezogenen Faktoren mit der Anzahl auch komplizierter weswegen es sich empfiehlt am Anfang weniger Faktoren zu berücksichtigen und mit zunehmender Erfahrung immer mehr Komponenten mit einzubeziehen. Es wäre falsch zu sagen, dass es ein Patentrezept für die Erstellung von guten Estimations gibt. Besonders hier gilt der altbekannte Spruch, dass viele Wege nach Rom führen.
Vor allem die richtige Gewichtung der berücksichtigten Faktoren bereitet vielen Wettern große Probleme. Hier gilt, dass man idealer weise zu Beginn zwei bis drei unterschiedliche Prognosemodelle gewichtet und zuerst einmal „trocken“ übt; also nur fiktive Wetten platziert. Nach etwa 100 Spielen kann man dann die einzelnen Systeme vergleichen und ermitteln welche Strategie die beste Performance erzielt hätte. Diesen Prozess muss man im Lauf der Zeit immer wieder wiederholen. Ständige Überprüfung und Anpassung der eigenen Estimations ist ohne jeglichen Zweifel überlebenswichtig im Kampf gegen die Buchmacher.
Oliver Bunic
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