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Roger Federer ist Aushängeschild der Tenniswelt

„Wäre er Fußballer geworden, dann würde er heute wohl auch dort Nationalspieler sein“, sagt Seppli Kacovski über seinen ehemaligen Schützling. Kacovski ist Tennistrainer im Ausbildungszentrum des Schweizer Verbandes und coachte vor Jahren einen damals hochveranlagten Jugendlichen, der mittlerweile das Maß aller Dinge im Tenniszirkus ist: Roger Federer.


Der ungewöhnliche Vergleich, den der Übungsleiter heranzieht, soll vor allem deutlich machen, über welche außergewöhnliches athletisches Talent der aktuell beste Tennisspieler der Welt verfügt. Garniert mit großem Ehrgeiz musste der junge Schweizer zweifelsohne einmal dort ankommen, wo er aktuell steht, nämlich auf dem ersten Rang der Weltrangliste. Roger Federer ist das Aushängeschild des „weißen Sports“ und die personifizierte Marketingmaschine. Keine Kollektion verkauft sich, egal ob im Laden oder über die unzähligen Online-Shops, so gut, wie die des smarten Eidgenossen. Tennisartikel auf denen der Name Federer prangt sind begehrt, rund um den Globus.

Es war im Jahr 2001, als die Tenniswelt zum ersten Mal Notiz von ihm nahm, Im Viertelfinale von Wimbledon traf Federer auf Seriensieger Pete Sampras. Sieben Turniersiege standen bei „Pistol-Pete“ auf der Habenseite. So viele Erfolge hatte auf dem heiligen Rasen vorher noch niemand errungen. In Federer fand der US-Amerikaner jedoch seinen Meister. Für den Sohn
einer Südafrikanerin und eines Schweizers folgte 2003 der erste Wimbledon-Sieg, der Erfolg beim Masters und den US-Open. Im Frühjahr 2004 übernahm er die Führung in der Weltrangliste und gab sie bis zum heutigen Tag nicht mehr ab.


Aktuell ist Federer wieder in Wimbledon aktiv, um einmal mehr einen Rekord zu knacken. Viermal in Serie hat er die „All England Championships“ schon gewonnen. Im Jahre 2007 soll ihm das zum fünften Mal gelingen. Die Chancen dafür stehen ausgezeichnet, schließlich hat der „Rasenkönig“ schon fast 50 Matches in Folge auf seinem Lieblingsbelag nicht mehr verloren. Auch dies ist übrigens eine Bestmarke. ‚Rekorde sind doch nur dazu da um gebrochen zu werden’, sagte Roger Federer einmal. Eine Weisheit, die er bislang eindrucksvoll unterstreicht.

Maik Langenberg

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