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Kite-Landboarding

Anfang der 1990er Jahre erfanden einige Snowboard-Verrückte aus den Vereinigten Staaten von Amerika das sogenannte Mountainboard. Das ist ein Gefährt, das in erster Linie dazu dienen sollte, auch im Sommer das Snowboard-Feeling zu erleben.


Dies wird durch große, aufgepunpte Reifen erreicht, die unten an Skatefelgen an das Deck befestigt werden. Es ist also quasi eine Mischung aus Snowboard und Skateboard. Der Vorteil zum Skateboard liegt darin, dass es geländetauglich ist. Und der Vorteil zum Snowboard ist, dass es Schneeunabhängig ist.

Jedoch blieb es nicht beim Sommer-Snowboarden, dem Downhill. Bald brachten auch andere ihren Sport mit dem Mountainboard in Verbindung, so gibt es heute den Freestyle, der von den Skatern erfunden wurde. Man springt über Kicker und macht atemberaubende Sprünge und Tricks.

Aber der wohl verbreiteste Mountainboard-Stil ist das Kite-Landboarding. Das Prinzip ist einfach: Man hängt sich an einen großen Lenkdrachen („Kite“) und lässt sich von diesem über Strand oder Wiese ziehen. Profis erlernen Sprünge, die mehrere Meter erreichen können und machen dabei alle möglichen Tricks in der Luft.

Der Halbwindkurs ermöglicht dem Fahrer, in 2 Richtungen, statt nur in die Windrichtung fahren zu können. Man stellt sich bei diesem Halbwindkurs mit seinem Mountainboard im 90°-Winkel zum Wind und fliegt Wellenfiguren in die gewünschte Richtung. Dadurch bekommt man Antrieb und wird nach rechts bzw. links gezogen.

Dieses Prinzip ist innerhalb von einer Stunde leicht zu lernen, wenn man mit Kites schon ein wenig Übung hat. Das Kite-Landboarding taugt aber nicht nur für verrückte Extremsportler. Auch einfaches Cruisen ist möglich. Besonders auf hartem Sand kann man beim Mountainboarden die Seele baumeln lassen.


Jedoch sollte man dabei auf keinen Fall die Schutzausrüstung vergessen. Ein Helm sowie festes, knöchelhohes Schuhwerk sind das Mindeste. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt zusätzlich noch einfache Wristguards, Knie- und Ellenbogenschoner und evtl einen Rückenprotektor dazu. Denn das Mountainboard ist und bleibt ein riskantes Hobby ohne ausreichende Schutzkleidung.

Nicolas Schabram

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