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Die Automatikuhr

Automatikuhren sind mechanische Uhren, die sich aufgrund ihrer technischen Konzeption durch das Tragen am Handgelenk (oder durch das Einsetzen in einen Uhrenbeweger) selbst aufziehen.


Dieser Prozess findet statt, weil ein eingebauter Rotor (eine so genannte Schwungmasse) im Uhrwerk der Uhr bei jeder Bewegung mit der Hand selbst in Bewegung gerät. Diese Bewegung überträgt sich auf die Feder des Uhrwerks, die dadurch Schritt für Schritt aufgezogen wird, fast so, als würde man die Uhr nach und nach per Hand aufziehen.

Die halbkreisförmige Schwungmasse in Automatikuhren ist in der Regel kugelgelagert, und verharrt, bewegt man den Arm, der die Uhr trägt, wegen ihrer Masseträgheit und durch den Einfluss der Schwerkraft in ihrer Position. In diesem Moment überträgt sich auf den Aufziehmechanismus ein Drehmoment.

Es gibt Automatikuhren, die bei jeder Drehrichtung der Schwungmasse aufgezogen werden und solche, die sich nur dann aufziehen, wenn sich der Rotor in eine Richtung dreht. Erstere Automatikuhren nennt man bidirektional, zweitere nennt man monodirektional.

Das automatische Aufziehen durch das Tragen der Uhr erleichtert dem Träger die Handhabung sehr, das ständige Aufziehen der Uhr entfällt, und damit verbunden auch das häufige Stehenbleiben, ist die Uhr nicht stark genug aufgezogen.


Aber auch Automatikuhren haben nur eine begrenzte Gangdauer, werden sie zum Beispiel nicht oder nur sehr selten getragen, können sie nicht funktionieren und müssen entweder per Handaufzug aufgezogen werden oder aber in einem Uhrenbeweger aufbewahrt werden, damit sie nicht stehen bleiben. Die Zeit, in der Automatikuhren noch funktionieren, bis das Uhrwerk stillsteht, nennt man Gangreserve. Diese Gangreserve erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von 30 bis 60 Stunden.

Torsten Maue

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