Das Mufflon – bewegte Geschichte eines Wildschafs
Das Mufflon ist eine Unterart des Wildschafs. Es wird ca. 70-90 cm groß (Schulterhöhe) und fällt durch seine geschwungenen Hörner (Schnecke) auf. In Europa blick das Mufflon auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurück. Ursprünglich war, das in kleinen Rudeln lebende Wildschaf, in den Gebirgsregionen Mitteleuropas verbreitet, was Knochenfunde belegen. Durch die starke Bejagung wurde es auf dem Festland allerdings vollständig verdrängt und konnte sich nur auf den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien halten. Im 19. Jahrhundert wurde das Mufflon dann durch Jäger und Wildpfleger wieder in Deutschland heimisch gemacht. Heute wird der Bestand in Deutschland auf ca. 8000 Tiere geschätzt und auch in den angrenzenden Ländern, allen voran Polen und die Tschechische Republik hat sich das Mufflon wieder stärker verbreitet, so dass der Gesamtbestand heute auf 60.000 Tiere geschätzt wird.
Demgegenüber ist die Zahl der Mufflons in Korsika und Sardinien stark gesunken. Dabei sind gerade in den abgelegenen Bergregionen Korsikas die Lebensbedingungen eigentlich gut. Die Tiere wurden deshalb unter strengen Schutz gestellt. Auf Korsika finden die Tiere insbesondere in der Region rund um den Monte Cinto, dem höchsten Berg Korsikas, Zuflucht.
Markus Boos
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