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Argentiniens Hauptstadt im Schneefieber

Einer der kältesten Winter seit Jahrzehnten sucht im Juli 2007 das südliche Südamerika heim. Hunderttausende von frieren uns zittern. Am Montag, dem 10. Juli aber war das Bibbern plötzlich vergessen: „Nieva, es schneit!“, jubilierten Menschen in Buenos Aires, der argentinischen Hauptstadt.


Aus dunkelgrauen Wolken rieselte der Schnee den ganzen Tag über auf Buenos Aires herab – die Menschen waren im wahrsten Sinn des Wortes aus dem Häuschen. Zuletzt hatte es im Jahr in der Hauptstadt Argentiniens geschneit.

Jemand baute aus dem nassen Schnee auf der Motorhaube eines geparkten Autos eine Schneefrau und einen – beide tanzten Tango, genau wie die Menschen in den Straßen jubilierten. „Buenos Aires wird zu einer europäischen Stadt“, lautete die Schlagzeile der größten Zeitung des Landes. Im Stadtzentrum, an der Casa Rosada und am Obelisken, also dort, wo man ansonsten dem Fußballgott für entsprechende Siege dankt, lieferten sich Passanten Schneeballschlachten und aus tausenden Fenstern hielten die Menschen das ungewöhnliche Spektakel mit ihren Kameras fest. Busfahrer stoppten ihre Vehikel und sprangen auf die Straße, und fingen Schneeflocken mit den Händen auf. Autofahrer folgten dem Beispiel und breiteten jubelnd die Arme aus.


Die kalten Temperaturen zeigen aber auch eine tragische Seite auf: mehr als 100 Menschen starben bereits durch die tiefen Temperaturen in Argentinien, Uruguay und Chile.

Alexandra Maier

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