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Trogir – ein touristisches und kulturhistorisches Kleinod an der Ostküste der Adria

Trogir – wie soll man diese Kroatische Hafenstadt treffend beschreiben? Es ist eine alte Stadt. Schon im Dritten Jahrhundert vor Christi wusste man von der damals griechischen Siedlung Tragurion.


Die Stadt Trogir hat eine sehr bewegte Geschichte erlebt. Sie war in kroatischer Hand, Bischöfe hatten hier ihren Sitz, ein ungarischer König erkannte der Stadt Autonomierechte zu. 1420 geriet die Stadt unter Venezianische Herrschaft, 1797 wurde sie Österreichisch, 1918 fiel sie dem Kroatischen Königreich zu und gehörte später zur Sozialistischen Republik Jugoslawien.

1121 bis auf die Grundmauern zerstört, in Jahrhunderten wieder aufgebaut, präsentiert sich Trogir heute als am besten erhaltener romanisch-gotischer Komplex in ganz Osteuropa. Zu Recht wird von der Altstadt Trogirs als einem Schatzkästchen kulturhistorischer Sehenswürdigkeiten gesprochen. Der Besucher fühlt sich in einem Freiluftmuseum. Kirchen und Paläste, Wohnhäuser und ein Schloss, überragt vom Turm der Kathedrale verbergen sich gleichsam Schutz suchend hinter erhalten gebliebenen Mauern und Stadttoren. Sie zeugen von der Kunst sehr unterschiedlicher Baustile. Man findet typisch Romanisches, erblickt Gotische Elemente, bestaunt wuchtige Barockbauten und zierliche Zeugen der Renaissance. Manche Bauwerke, wie die Kathedrale Sveti Lovro, hatten eine Bauzeit von mehreren Jahrhunderten. Darin vereinen sich Einflüsse fast aller Baustile.

1997 erfasste die UNESCO Trogir in der Liste des Weltkulturerbes. Trogir schmückt sich mit treffenden Beinamen. „Museumsstadt Dalmatiens“ weist auf die sehenswerte historische Altstadt, „Inselstadt“ bezeichnet die Lage der Altstadt auf einer künstlich geschaffenen Insel. Der neuere Stadtteil befindet sich auf der Halbinsel Ciovo. Eine Zugbrücke verbindet beide. Die Einmaligkeit der Stadt findet ihre Ergänzung in der umgebenden Natur. Natur-bewusste Menschen finden eine reichhaltige Flora und Fauna mediterranien Charakters. Wunderschöne Badebuchten laden zur Erholung ein. Sportangler kommen voll auf ihre Kosten, Surfer und Taucher finden beste Bedingungen.

Wenn auch Trogir seine historische Atmosphäre bewahren konnte, der Tourist findet zahlreiche Cafes und Restaurants sowohl in der Altstadt oder auch an der Wasserpromenade. Fischgerichte und typisch Dalmatinisches stillen den Appetit hungriger Gäste. Einige Bars veranstalten regelmäßige Parties oder Tanzveranstaltungen.


Touristen können bei der Wahl ihrer Unterkunft auf eine Reihe von Hotels zurückgreifen. Viele liegen direkt am Strand. Wer es individueller mag, ist in einer der Ferienwohnungen in Trogir oder -Appartements gut aufgehoben. Ein vielseitiges Angebot an Freizeitaktivitäten rundet den Ferienaufenthalt in Trogir vollendet ab.

Rudi Klingenberg

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