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Hinter die Fassade des Pauschaltourismus

Bei der Frage ob Individualreise oder Pauschalurlaub gibt es selten unentschlossene. Entweder wird der Pauschaltourismus verachtet oder die Bequemlichkeit im Sinne von möglichst nichts tun als Basis eines Urlaubs betrachtet.


Dabei dürfte der Pauschaltourist regelmäßig auch nur pauschale Reiseziele kennen lernen, die auf den Massentourismus ausgerichtet sind. Bei Individualreisen sieht das schon ganz anders aus. Allein an ein exotisches Reiseziel zu kommen, ist oftmals nur „auf eigene Faust“ und mit Linienmaschinen möglich. Pauschalprogramme werden oftmals gar nicht erst angeboten. Der Reisende muss sich dann entweder vor Ort oder im Vorfeld über das Internet nach den geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten erkundigen, Routen, Zeiten, Alternativen und Kommunikationsmöglichkeiten sowie Fortbewegungsmittel planen, abstimmen und buchen.

Was jetzt nach viel Aufwand uns Stress gerade bei unzugänglichen Ländern oder Fernreisen klingt, ist aber oftmals halb so wild. So bieten viele Familien Zimmer für Individualreisende an, um ihre Haushaltskasse ein bisschen aufzubessern. Das verschafft schon den richtigen Einstieg in die Mentalität der Menschen des besuchten Landes. Denn dies ist ein wesentlicher Vorteil bei Individualreisen. Der Blick hinter die Fassade für die Pauschaltouristen macht den Urlaub für diese Menschen aus. Individualreisende bleiben selten am selben Ort. Ihr Ziel ist es, Land und Leute kennen zu lernen und reisen deshalb nach ein paar Tagen Aufenthalt an einem Ort wieder weiter. Auf diese Weise können auch die Kontakte zu den Einheimischen geknüpft werden und man erhält durchaus viele Urlaubstipps, die das Weitereisen durchaus erleichtern können.


Somit lernt man das wirkliche Leben in dem betreffenden Land kennen, was bei einem Pauschalurlaub doch selten der Fall ist, da hier alles auf den Tourismus abgestimmt ist. Wer also intensiven und erlebnisreichen sowie überraschenden Urlaub will, der sollte individuell reisen, was mittlerweile auch viele Reisebüros anbieten.

Robert Hartl

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