Schmuck als Geschenk für den Mann
Schmuck und Männer, das ist ja so ein besonderes Thema. Es gibt nach meiner Erfahrung bei den Männern zwei extreme Lager in Bezug auf Schmuck. Die Einen, modisch interessiert, meist sportlich-lässig gekleidet, waren erfreut über die Entwicklung der letzten Jahre, dass es auch für Männer modern wurde, Schmuck zu tragen.
Die Anderen sind erzkonservativ, tragen seit Jahren zeitlose Kleidung in den Standardfarben dunkelblau oder grau, äußern völliges Unverständnis, wenn man ihnen nahezubringen versucht, dass sie doch etwas einseitig ausgerichtet seien und auch mal eine andere Farbe ausprobieren könnten. „Wieso einseitig, da ist doch der marineblaue Pulli, der dunkelblaue und der nachtblaue. Drei verschiedene Farben genügen doch.“
Dieser Typ Mann trägt dann meist eine robuste Armbanduhr, weil man die halt braucht, und, wenn es denn unbedingt sein muss, auch noch den Ehering. Versuchen Sie nicht, ihn umzuerziehen und einem solchen Mann ein Schmuckstück zu schenken. Sie werden kläglich scheitern. Das gute Stück wird nie getragen werden, jedenfalls nicht freiwillig. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe selbst so ein Exemplar.
Haben Sie einen Angehörigen des schmuckbejahenden Lagers, dann haben Sie heutzutage viele Möglichkeiten, Ihrer „Besseren Hälfte“ eine Freude zu machen. Dann gilt es nur, sich Gedanken darüber zu machen, welches Schmuckstück geeignet ist. Dafür sind die Fragen ausschlaggebend, aus welchem Material seine Armbanduhr ist (Gold, Silber, Edelstahl) und ob er Tätigkeiten ausübt, bei denen man die Arme und Hände beansprucht. Ist das der Fall, gilt es, ein Schmuckstück zu wählen, das ihn bei dieser Arbeit nicht behindert und das nicht zu empfindlich ist. Ein Ring mit einem hervorstehenden Stein, mit dem man hängenbleiben oder den Stein leicht verlieren kann, ist ungeeignet, ebenso ein dünnes Armband, das reißen kann. Ein solider Siegelring oder ein Bandring mit einem eingelassenen Stein käme in Frage oder ein kräftiges strapazierfähiges Armband. Eine halsnah zu tragende Kette geht immer.
Das Material passend zur Armbanduhr oder auch dem eventuell vorhandenen Partnerring zu wählen, ist für Manche wichtig, aber modisch gesehen heutzutage nicht mehr ausschlaggebend. Man kann ohne Weiteres Schmuck aus goldfarbenem und silberfarbenem Metall zusammen tragen. Im Zweifelsfall kann man mit bicolor nichts verkehrt machen.
Susan Mueller
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