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Piercing

Für die einen ist das absolute modische Muss – für die anderen eine absolute Zumutung. Die Rede ist von Piercing. Während es insbesondere die Jugendlichen vollkommen cool finden, gepierct zu sein und sogar teilweise meinen, ohne Piercing würden sie nicht dazugehören, findet es die ältere Generation einfach nur schrecklich.


Dadurch haben viele Jugendliche, die sich doch zu gerne piercen lassen würden, ein gewisses Problem, da sie die Zustimmung ihrer Eltern brauchen. Und diese sind meistens nicht sehr begeistert, dass ihre Kinder sich so „verstümmeln“ wollen.

Sicherlich ist es Geschmackssache, ob man es schön und attraktiv findet, wenn jemand mit Ringen in Nase und Lippe, den Augenbrauen oder auch der Zunge herumläuft.

Außerdem gibt es Situationen, da sollte man auf sein Piercing doch lieber verzichten und es heraus nehmen. So sind z.B. die meisten Arbeitgeber nicht gerade begeistert, wenn ein Bewerber mit Ringen in Ohr und Nase und womöglich auch noch in der Lippe zum Vorstellungsgespräch auftaucht. Das Herausnehmen der Schmuckstücke nutzt dann auch nur bedingt etwas, denn die Löcher sieht man trotzdem. Relativ problemlos sind da Bauchnabelpiercings, denn wer geht schon bauchfrei zum Vorstellungsgespräch?!

Insbesondere Piercings im Mundbereich sind zunehmend beliebt aber gerade das birgt auch einige Gefahren. Durch das Einstechen können Blutgefäße und Nerven geschädigt werden, es kann sogar passieren, dass die Empfindsamkeit auf Dauer gestört bleibt. Da das Piercen, das ja ein Durchbohren des menschlichen Gewebe ist, jedes mal eine Wunde hervorruft, sind Entzündungen an der Einstichstelle ziemlich häufig. Eine Gefahr droht auch besonders durch das Zungenpiercing. Durch den Fremdkörper im Mund, auf der Zunge, der immer wieder Kontakt mit den Zähnen hat, können z.B. Risse im Zahnschmelz entstehen, Zahnfüllungen können geschädigt werden und unter Umständen werden einzelne Zähne so stark geschädigt, dass sie gezogen werden müssen.


Auch die Mundschleimhaut kann auf Dauer Schaden nehmen, außerdem sollte man bedenken, dass eine Wunde im Mund durch die Feuchtigkeit nie so 100% abheilt, wie z.B. im Ohrläppchen, so dass die Wunde immer eine Eintrittspforte für Bakterien darstellt. All das sollte bei der Überlegung, ob man sich im Mund piercen lässt helfen.

Axel Müller

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