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Paul Cézanne – Wegbereiter des Kubismus

Der französische Maler Paul Cézanne wurde als ältester Sohn des Händlers und Bankiers Louis-Auguste Cézanne und der Anne-Élisabeth Aubert in Aix-en-Provence geboren. Seit seiner Jugend verband ihn eine enge Freundschaft mit dem späteren Schriftsteller Emile Zola. Zwischen 1859-1861 studierte Cézanne auf Wunsch seines Vaters Jura an der Universität in Aix-en-Provence. Gleichzeitig nimmt er Zeichen- und Malunterricht an der freien Zeichenschule der Stadt, wo er auch Camille Pissaro kennen lernt.


Unter dem Einfluss von Camille Pissaro bricht Paul Cézanne das Jura-Studium ab und eröffnet ein eigenes Atellier in Paris, wo er u.a. Édouard Manet, Claude Monet und Auguste Renoir kennen lernt. Nach der Ablehnung an der Kunstschule École des Beaux-Arts kehrt Camille Pissaro entmutigt nach Aix-en-Provence zurück und arbeitet für kurze Zeit in der Bank seines Vaters. Nachfolgend zieht es Cézanne wieder nach Paris, wo er 1863 an der ersten Ausstellung im „Salon des Refusés“ (Salon der Zurückgewiesenen) einige Bilder ausstellt. Im Jahre 1869 lernt Paul Cézanne die Buchbinderin Hortense Fiquet kennen, die seine Geliebte wird und mit der er nach seiner Hochzeit ein Kind haben wird.

Während des Deutsch-Französischen Krieges in den Jahren 1870/1871 zog es Paul und Hortense in das bei Marseille gelegene Fischerdorf L‘Estaque, das Paul bis zu seinem Tod immer wieder aufsuchen wird. Hier entstehen einige seiner bekanntesten Werke, u.a. „Meer bei L‘Estaque“ (1876), aber auch diverse Stillleben und Portraits, wie „blaue Vase“ (1876). Der künstlerische Durchbruch kommt für Paul Cézanne erst im Jahre 1877, als er einige seiner Bilder auf der umstrittenen, dritten Impressionistenausstellung ausstellt. Nach seiner ersten Einzelausstellung im Jahre 1895 in der Pariser Galerie.

Sein Spätwerk ist jedoch nicht mehr geprägt von einer impressionistischen Atmosphäre, sondern vielmehr von der Dominanz der absolut gesetzten Farbe mit ihren Kontrastwirkungen und Abstufungen. In gleicher Weise strebt Cézanne die Reduktion auf geometrische Grundformen an: Uneinheitlichkeit der Perspektive und Beleuchtung, Deformierung der Maßverhältnisse sind die Folge. Cézanne lässt durch diesen Prozess die impressionistische Sichtweise hinter sich und gibt damit der modernen Kunst, vor allem dem Fauvismus und Kubismus nachhaltige Impulse.


Im letzten Lebensjahrzehnt erfährt der Künstler zunehmend Anerkennung, die Berliner Nationalgalerie erwirbt als erstes Museum ein Bild und 1900 findet die erste Einzelausstellung bei Paul Cassirer in Berlin statt. Doch Cézanne zieht sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück.

Boris Schmidtke

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