Gutes Licht mit Designerleuchten
Künstliches Licht und Leuchten bilden eine untrennbare Einheit. Und eine gelungene Wohnungseinrichtung ist ohne gutes Licht nicht denkbar. Ob und wie das Licht die gewünschte Wirkung entfaltet, bestimmen Lampe und Leuchte. Wobei streng genommen mit der Lampe nur das Leuchtmittel gemeint ist, zum Beispiel die Glühbirne. Die Leuchte ist das technische „Drumherum“ mit allem, was dazu gehört: Die Führung für die Kabel, die Fassung für die Lampe, der Schalter und der Schirm, der den Lichtschein lenkt.
Die Möglichkeiten, eine Leuchte zu gestalten, sind ebenso vielfältig wie die Materialien dafür und der Zweck der Leuchte. Seit es elektrischen Strom gibt, fühlen sich Designer von diesem Thema herausgefordert. Ein guter Designer darf bei der Entwicklung der Leuchte nicht allein das stimmige Design vor Augen haben. Nicht weniger wichtig sind die technischen Details. Dabei spielt auch die Frage nach dem Material eine Rolle und die spätere Nutzung der Designerleuchte. An eine Wandleuchte werden selbstverständlich andere Anforderungen gestellt als eine Leseleuchte.
Zu den berühmten Leuchtendesigner gehören einige Architekten des Bauhauses in Weimar. In den zwanziger Jahren den vorigen Jahrhunderts entwickelten Karl J. Jucker und Wilhelm Wagenfeld eine Tischlampe aus Glas und Metall. Mit diesem Entwurf gelang ihnen eine anspruchsvolle Designerleuchte, die industriell gefertigt werden konnte. Das war ein bedeutender Schritt hin zum modernen Leuchtendesign.
Wohnraumleuchten oder Wohnraumlampen haben eine Gemeinsamkeit. Sie beleuchten den Raum. Wird der Boden dieser Feststellung verlassen, betritt der Kunde die weite Welt der Auswahl. Erleuchtung bringt die Frage: Wohin mit der Wohnraumlampe? Soll sie auf den Boden gestellt werden, von der Decke hängen oder an der Wand angebracht werden?
Licht ist Teil der Einrichtung wie Sessel oder Tisch. Größe, Funktion, Einrichtungsstil und Farbgebung eines Raumes entscheiden über die Wahl der Wohnraumleuchten. Werden in dem Raum öfter Mahlzeiten eingenommen, ist mehr Licht erforderlich. Um Musik zu hören oder sich bei einem Glas Wein zu entspannen, ist gedämpfte Beleuchtung vorteilhaft.
Kleinere Kinder und Stehlampen vertragen sich nicht immer. Größer gewachsene Mitmenschen, die sich aus einem niedrigen Sessel erheben, brauchen erstaunlich viel Platz und haben dann oft unangenehme Begegnungen mit tief hängenden Deckenlampen, selbst wenn diese mitten über einem Tisch angebracht sind. Wohnraumleuchten, die an der Wand befestigt sind, beschränken die Möglichkeit zur späteren Umgestaltung des Raumes.
Wohnraumleuchten mit Reihenschaltung oder Dimmer erlauben die Regulierung der Raumhelligkeit.Haben die Wohnraumlampen einzeln ausrichtbare Strahler, können im Raum verschiedene Lichtinseln geschaffen werden.Licht schafft Atmosphäre. Das farbige Licht einer Stehlampe in einem ansonsten dunklen Raum schafft eine private Wohlfühl-Oase.
Keine Glühbirne hält ewig. Besonders bei Wohnraumlampen, die direkt an der Decke befestigt sind, kann der Austausch aufwendig werden. Gerade bei hohen Decken in Altbauten ist dieser Faktor auch eine Überlegung wert.
Frank Schrander
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