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Erfolgreich in die weiterführende Schule – trotz LRS und Rechenschwäche

„Welche weiterführende Schule ist die Richtige für mein Kind?“ – Diese Frage stellen sich viele Eltern, wenn Ihr Kind in der vierten Klasse der Grundschule ist. Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Angst vor der falschen Entscheidung ist groß. Vor allem, wenn ein Kind unter einer Lese-Rechtschreibschwäche, LRS oder auch Legasthenie genannt leidet und zusätzlich noch Probleme mit dem Rechnen hat.


Leider wissen die Lehrer an den Schulen in der Regel wenig über Teilleistungsschwächen beim Lesen, Schreiben und Rechnen. Oft wird daran gedacht, dass das Kind nur Lernprobleme hat, weil es dumm ist oder einfach nur faul.

Aber das Gegenteil ist oft der Fall. Gerade Kinder mit sogenannten Teilleistungsschwächen sind oft sehr intelligent. Im Falle einer Lese-Rechtschreibschwäche, LRS oder Rechenschwäche, Dyskalkulie haben die Lernprobleme meistens eine biologische Ursache.

Was also tun, wenn Ihr Kind unter einer Legasthenie und/oder Dyskalkulie, Rechenschwäche leidet und die Noten gerade in diesen beiden Fächern zu wünschen übrig lassen? Ausschlaggebend für die Weiterempfehlung sind ja die Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik. Bedeutet das automatisch das Ende einer möglichen, erfolgreichen Schulkarriere?

Nein – aber Sie und Ihr Kind müssen etwas dafür tun, denn das Lernen endet nicht am Schultor. Vor allem nicht für Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche, LRS und Rechenschwäche.

Praxiserprobte Tipps, wie Sie Ihr Kind optimal auf die weiterführende Schule vorbereiten können:

Im Bereich Lesen und Schreiben:

1. Üben Sie KEINE Diktate mehr, sondern machen Sie stattdessen Buchstabenspiele. Hier ein kostenloses Buchstabenspiel zum Sofortstart:

Buchstaben raten:
Das Spiel wird zu Zweit oder in Paaren gespielt. Am Anfang ist es am besten, wenn der Vater oder die Mutter mit dem Kind spielt. Sie schreiben dem Kind einen Buchstaben in Druckschrift groß auf den Rücken. Ihr Kind muss den Buchstaben nun erraten und nennen. Anschließend darf Ihr Kind Ihnen einen Buchstaben auf den Rücken schreiben.

Dieses Spiel lässt sich gut steigern. Nehmen Sie, wenn Ihr Kind schon sehr geübt ist, einfach die Buchstaben in Druckschrift klein, in Schreibschrift groß und für ganz Geübte in Schreibschrift klein dazu. Die Buchstaben aber immer phonetisch aussprechen. Also nicht be, sondern b.

2. Wenn Ihr Kind gerne am Computer arbeitet, dann lassen Sie es Texte abtippen. Dabei werden die Buchstaben nach heilpädagogischem Prinzip über alle Sinne, also Sehen, Hören und Fühlen aufgenommen.

Dieser Prozess ist ein Schritt zur Nachreifung. Um das Lese-Rechtschreibgedächtnis Ihres Kindes zur Reife zu bringen, muss es regelmäßig mit den einzelnen Buchstaben über alle Sinne praktisch gefüttert werden.

Im Bereich Rechnen:

Ihr Kind muss sich immer wieder systematisch und intensiv mit ZAHLEN und MENGEN beschäftigen. Es muss sie über die Sinne Sehen, Tasten und Hören aufnehmen. Dann zeigen sich bald schon die ersten Erfolge. Also, lassen Sie Ihr Kind alles zählen. Sie es die Nudeln beim Essen, die Kastanien während des Herbstspazierganges oder die Muscheln am Strand. Legen Sie eine solche Sammlung an Spielmaterialien an.

So lernt es spielerisch, dass hinter jeder Zahl eine bestimmte Menge steht. Herkömmliches Üben hilft leider nichts. Oft zeigt sich auch nach täglichem Pauken keine Notenverbesserung. Die Schulen bieten selten Fördermöglichkeiten für rechenschwache Kinder an. Doch den betroffenen Kindern kann geholfen werden. Wichtig ist, dass die Gehirnareale, die unreif sind, am besten täglich trainiert werden.

Joe Kennedy, Leiter des Tuttlinger Instituts Kreatives Lernen ist Lehrer und Erzieher und setzt sich seit 29 Jahren für Kinder und Jugendliche mit Lernproblemen ein.


Zusammen mit seinem Team hat er die Es-ist-so-einfach-Pakete mit vielen Spielen und Übungen entwickelt. Lese-Rechtschreibschwäche, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche, Dyskalkulie können damit spielerisch überwunden werden. Unabhängig vom Alter.

Elke Hönig

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