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Bankkreditkarten für den Konsum

Von der Grundidee her sind Bankkreditkarten auf das Konsumentenkreditgeschäft oder schlichtweg ganz einfach auf den Konsum ausgerichtet. Bei den echten Kreditkarten gibt es also die Credit Cards, einer Untergattung derer ist die Revolving Kreditkarte. Diese Kreditkarte ist also mit einem revolvierenden Kredit ausgestattet.


Dies bedeutet, dass die ausgebende Bank, bei der man auch sein Girokonto unterhält, laufende Abrechnungen für die Kreditkarte erstellt und mindestens einen prozentualen Anteil des gesamten Negativsaldos des Kreditkartenkonto ausgeglichen haben möchte. Dazu bucht sie einfach diesen Betrag vom Girokonto ab. Der Vorteil besteht darin, dass man für neue Umsätze bis zu diesem Abrechnungstag keine Zinsen zahlen muss, aber leider danach oftmals umso mehr.

Bei dieser Kreditkartenvariante ist es also Bedingung, auch ein Girokonto zu haben. Am besten ist es natürlich, wenn man das Girokonto gleich bei der Bank führt, bei der man auch sein Konto hat. Wenn die Konditionen bei der eigenen Hausbank für eine Kreditkarte zu ungünstig sind, dann kann man natürlich auch einmal in einen Girokonto Vergleich im Internet schauen, ob es nicht auch bessere Kombiangebote bestehend aus Konto und Karte gibt.

Zunächst gab es für die Bankkreditkarten nur im lokalen Einzugsbereich Vertragsunternehmen der ausgebenden Bank, bei denen man mit dieser Kreditkarte bezahlen konnte. Die Franklin National Bank von Rockville Center war die erste Bank mit einer Bankkreditkarte. 1958 folgt die Bank of America und 1959 die Chase Manhatten Bank.

Bereits 1968 hatte jede zehnte US-Bank ein solches Kreditkartenprogramm laufen, jedoch war der räumliche Akzeptanzbereich nicht befriedigend. Mit mehreren nationalen und später auch internationale Interchange-Abkommen wurde eine Ausdehnung erreicht, aus der sich später die Mastercard und die VISA Organisation entwickelten. Zu Beginn der Mastercard im Jahre 1966 waren mehrere regionale US-Bankkreditkartenvereinigungen beteiligt, die sich zu Interbank Card Association zusammenschlossen. Schnell folgten viele Banken aus allen Teilen des Landes, ebenso auch internationale Banken. Bereits 1968 wurde durch ein Kooperationsabkommen mit Eurocard International die Kartenausgabe und auch Kartenakzeptanz in Euro gewährleistet. 1981 wurde dieses Kreditkartensystem in Mastercard International umbenannt und ist bis heute auf allen Kontinenten vertreten.


Die VISA Kreditkarte wurde 1958 erstmals von der Bank of Amerika ausgebeben und wurde 1970 national und 1974 international unter dem Namen „Ibanco“ ausgegeben. Für alle Karten und Aktivitäten wurde 1977 von Ibanco der Name VISA übernommen. Heute sind Mastercard International und auch VISA International keine reinen Bankkreditkartenorganisationen mehr, sondern sind auch bei Debitkarten und Geldausgabeautomaten aktiv. In der Praxis werden diese Karten heute vom Verbraucher fast wie die herkömmlichen Karten für ein Girokonto behandelt.

Henning Petrat

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