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Welche Unterlagen zu einem Businessplan gehören

Der Businessplan ist ein wichtiges Dokument, das einfach zu jeder Existenzgründung oder auch zu jeder Erweiterung eines Unternehmens gehört. Für die Finanzierung von geschäftlichen Vorhaben ist er ohnehin unumgänglich, da sowohl Banken als auch Investoren oder andere den Businessplan als wichtigste Entscheidungsgrundlage betrachten.


Viele Gründer oder auch Unternehmer packen in den Businessplan viele Unterlagen – das gilt insbesondere, wenn das Unternehmen schon längere Zeit existiert und es einiges zu zeigen gibt. Aber hier ist Vorsicht geboten: Wer zu viele Unterlagen im Businessplan unterbringen will, der läuft Gefahr, ein so großes Dokument zu erschaffen, dass dieses gar nicht mehr gelesen wird. Konzentrieren Sie sich deshalb lieber auf solche Unterlagen, die wirklich wichtig sind.

In den Businessplan selbst gehören in jedem Falle Unterlagen, die Ihren Berufs- und Lebensweg kurz beschreiben. Das ist ein Lebenslauf und nach Möglichkeit auch ein paar Zeugnisse (bei Existenzgründern). Allerdings sollten Sie sich sowohl im Lebenslauf als auch bei Zeugnissen auf solche Unterlagen konzentrieren, die für Ihre Planung relevant sind. Der Lebenslauf darf in keinem Fall mehr als eine Seite umfassen. Alte und irrelevante Informationen können Sie einfach grob zusammen fassen; das hilft beim Platz sparen und bei der Konzentration auf das Wesentliche im Businessplan.

Wer schon seit langen Jahren im Geschäft ist, der sollte auf Zeugnisse verzichten. Es gibt ein merkwürdiges Bild ab, wenn ein Gastronom, der schon dreißig Jahre im Geschäft ist, ein Zeugnis seines Abiturs einfügt. In einem solchen Fall sind Sie für den Businessplan besser damit beraten, eine Projektliste oder eine Liste mit erfolgreich umgesetzten Vorhaben einzufügen. Das kommt deutlich besser an, ist relevant und auch zeitnäher.

Bei einem bestehenden Unternehmen werden oft auch geschäftliche Unterlagen aus der Vergangenheit gefordert. Auch hiermit sollten Sie es im Businessplan nicht übertreiben. Gut machen sich für kleinere Unternehmen die letzten zwei bis drei Jahre in einer Übersicht der Daten aus den betriebswirtschaftlichen Auswertungen vom Steuerberater. Am besten sollten diese für den Businessplan so gestaltet sein, dass man die Entwicklung im Laufe der letzten Jahre sieht. Ein zusammenfassender Jahresvergleich ist also gefragt – keine einzelnen betriebswirtschaftlichen Auswertungen mit Details. Diese gehören in den Anhang bzw. als Anlage zum Businessplan.


Generell gilt: Weniger ist mehr. Im Zweifelsfall erwähnen Sie, dass es Unterlagen zum einen oder anderen Thema gibt und verweisen Sie auf den Anhang oder die Anlage zum Businessplan.

Andrea Delp

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