ContentMix | Finanzen & Wirtschaft | Geld leihen – Pfandhäuser als Alternative zur Bank

Geld leihen – Pfandhäuser als Alternative zur Bank

Wenn das Konto bis zum Limit überzogen ist, der Schuldenberg täglich weiter steigt, weil die laufende Ausgaben nicht weniger werden und die Rechnungen auch nicht mehr bezahlt werden können, bietet sich noch der Weg in ein „Pfandhaus“, bevor hier vielleicht eine Umschuldung oder Privatinsolvenz angemeldet werden muss.


Pfandhäuser oder Pfandleihen sind auf solche Fälle spezialisiert und bieten zumindest für Personen die noch Wertgegenstände oder Autos als Sicherheit haben eine vor allem schnelle Alternative der Geldbeschaffung in bar.

Wie läuft das nun genau ab! Zunächst einmal sollte man sich überlegen, welche Gegenstände man besitzt, die noch wirklich von Wert sind. Da bieten sich üblicherweise Schmuck, Uhren, Porzellan oder aber auch Autos an.

Mit diesen Gegenständen kann man dann zum Pfandhaus gehen und diese gegen Bargeld eintauschen. Hier bekommt man natürlich nicht denn vollen Kaufpreis in bar, sondern lediglich einen Abschlag vom Schätzwert. Der Wert des Gegenstandes, zum Beispiel „Omas alte Uhr“ wird von einem Fachmann begutachtet und geschätzt. Vom Schätzwert gibt es dann je von Anbieter zu Anbieter zwischen 30 und 50 % in bar. Das können beim Auto schon mal schnelle 5000-10000 Euro sein, die es als „Notgroschen“ ausbezahlt gibt.

Wo ist denn jetzt der Hacken an der Sache, fragt man sich. Das Geld für eine Inzahlungsgabe, wird wie bei einem Kredit für einen bestimmten Zeitraum verliehen, daher ja auch der Name „Pfandleihe“. Auch muss man wie bei den Banken hierfür Zinsen für das geliehene Geld zahlen, die Sicherheit ist ja durch den Wertgegenstand bereits vorhanden.


Läuft nun die Leihfrist aus, „beim Kredit währe es die Vertragsfrist“, muss das Geld in voller Höhe dem Pfandhaus zurückgezahlt werden, ansonsten geht der Wertgegenstand in die Versteigerung. Die Pfandleihe geht also kaum ein Risiko ein, bei solchen Geschäften, denn wenn der Kunde nicht zahlt, wird versteigert und zwar zu 99% mit feinem fetten Gewinn.

Roger Speer

Wenn Sie diesen Artikel verlinken möchten, bitte folgenden Code dafür verwenden:

 
Die beliebtesten Artikel

Die 50 meistgelesenen Artikel