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Das eigene Depot krisensicher machen

In Haussezeiten, also in Zeiten allgemein steigender Börsennotierungen, macht sich kaum ein Anleger Gedanken darüber, wie er sein Depot krisensicher machen kann. Gerät die Hausse jedoch einmal ins Stocken oder geben Kurse auf breiter Front nach, macht sich der fehlende Risikoschutz vor allem in den Depots vieler Privatanleger schnell bemerkbar.


Wer all sein Geld in Aktienfonds und einzelne Aktien investiert, wird im Durchschnitt eben genauso hohe Verluste einfahren, wie der Gesamtmarkt. Wer hingegen clever ist, teilt sein Geld auf verschiedene Anlageformen auf uns kann so schlechte Zeiten wesentlich sicherer überstehen. Zu diesen Anlageformen zählen neben Rentenpapieren, welche festverzinsliche Werte darstellen bzw. beinhalten, vor allem Immobilienfonds und Edelmetalle.

Bei Immobilienfonds kann sich der Anleger entscheiden, ob er lieber in offene oder geschlossene Immobilienfonds investiert, wobei beim Aufbau eines Portfolios immer zuerst die offene Variante gewählt werden sollte, schon aus Gründen der börsentäglichen Handelbarkeit. Naturgemäß neigen Anleger auch bei Immobilienfonds dazu, Papiere aus ihrer Heimat bzw. Fonds, die hierzulande investieren, zu bevorzugen. Eine wirklich ausgewogene Risikoverteilung erreichen sie aber nur, wenn sie in weltweit anlegende Immobilienfonds investieren, da diese Schwankungen an den Immobilienmärkten der einzelnen Länder wesentlich besser verdauen können. Bei der Auswahl einzelner Titel sollten Anleger dabei vor allem auf eine möglichst hohe Wertbeständigkeit auch in schlechteren Börsenphasen achten. Dazu sollten sie den Betrachtungszeitraum für die Wertentwicklung der in Frage kommenden Fonds auf mindestens zehn Jahre ausdehnen, sofern die Fonds bereist so lange am Markt sind. Während die Situation bei den Immobilienfonds damit sehr einfach gestaltet ist, wird es bei Edelmetallen schon schwieriger.

Die beste Form in Edelmetalle zu investieren, ist seit Jahrzehnten der physische Kauf. Doch wohin mit Gold- und Silberbarren oder –münzen? Seit kurzem geben die ersten Investmentgesellschaften eine Antwort auf diese Frage, indem sie Zertifikate bzw. Indexfonds auf Edelmetalle herausgeben, bei denen für jeden gekauften Anteil der entsprechende Gegenwert des jeweiligen Edelmetalles in den Tresoren der Investmentgesellschaft oder einer treuhänderisch beauftragten Bank eingelagert wird. So kann der Privatanleger direkt an der Wertentwicklung von Edelmetallen partizipieren, ohne das teure Metall zu Hause oder bei seiner Bank einlagern zu müssen und vor allem ohne die teilweise hohen Aufschläge beim Kauf sowie die Versandkosten zahlen zu müssen.


Derart mit Immobilienfonds und Edelmetallen abgesichert, kann ein Anleger auch schwierige Börsenzeiten gut überstehen und ist danach dank der Wertbeständigkeit seiner Investments immer noch in der Lage, wieder in Aktien und Fonds zu investieren.

Daniel Franke

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