Das neue Release von IBM: Lotus Notes 8
Mit der achten Version der Lotus Notes präsentiert IBM die bisher größte Überarbeitung seiner Software seit der Erstvorstellung im Jahre 1989. Erstmals wurde der Notes-Client auf eine eigene Plattform umgestellt, die unter der Bezeichnung „Lotus Expeditor“ läuft. So soll die neueste Version von „Lotus Notes“ sowohl auf Windows als auch auf Linux und Mac OS X laufen. Aller Mac-User müssen sich allerdings noch bis zur Lotusphere 2008 gedulden, da die Tests bisher noch nicht zufriedenstellend verliefen.
Hinter der neuen Fassade des „Lotus Expeditor“ arbeiten auch in der 2007er Version die bekannten Notes-Routinen. Deshalb bleiben alle bereits vorhandenen Anwendungen kompatibel. Um Kunden mit nicht ausreichender Hardware zu bedienen stellt IBM für Windows die klassische Konfiguration des Notes-Client ohne Expeditor zur Verfügung. Vorallem die neue „E-Mail Recall“ Funktion, mit der sich bereits gesendete Mails zurückholen lassen, löste ein positives Echo bei zukünftigen Anwendern aus.
Durch die Umstellung auf den Epeditor hat IBM die Benutzerschnittstelle von Notes komplett überarbeitet. Dank der „Productivity Editors“ sind Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation aus OpenOffice nun direkt in die Notes-Oberfläche integriert. Die neue Software ist in der Lage Smart-Suite Dateien zu lesen. Desweiteren können Dateiformate von Microsoft Office, StarOffice sowie den standardisierten OpenDocument-Formaten sowohl gelesen als auch geschrieben werden. Dank der komplett neuen Plattform kann der Anwender Composite Applications, also zusammengesetzte Anwendungen, aus Notes-Programmen und anderen Expeditor-Komponenten erstellen.
Allerdings stellt die umfangreiche Überarbeitung nun hohe Anforderungen an die Hardware des Benutzers. Multi-User Systeme wie beispielsweise Citrix Metaframe oder Windows Terminal Server werden aus diesem Grund momentan noch nicht unterstützt. Andererseits eröffnen sich dem Benutzer mit dem Expeditor ganz neue Möglichkeiten.
„J2EE“-Anwendungen finden in dem Expeditor endlich einen passenden Client, die Funktion der „Composite Applications“ macht Querverbindungen zu Notes möglich. So dürfte IBM mit Lotus Notes 8 auch dem bisher als wenig erfolgreichem Workplace-Client firmierenden „Expeditor“ zu seinem endgültigen Durchbruch verhelfen.
Christof Bukowski
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