ContentMix | Bau & Immobilien | Der Wohnungsmarkt in Berlin

Der Wohnungsmarkt in Berlin

Der Wohnungsmarkt in Berlin hat in den letzten Jahren eine starke Veränderung durchlaufen. Nachdem nach der Mauerfall-Euphorie die Nachfrage nach Wohnungen in Berlin deutlich nachgelassen hat, verändert sich diese Situation gerade wieder.


Durch die Wiedervereinigung und Wiederbelebung der Innenstadtbezirke vor allem des Bezirks Mitte, der teilweise komplett neu aufgebaut wurde kam es kurzfristig zu einem Überangebot an Wohnungen, was gleichzeitig mit einer sinkenden Nachfrage einher ging. Inzwischen interessieren sich genauso institutionelle Immobilieninvestoren für Anlageobjekte Berlin, wie Private-Equity-Unternehmen, als auch mittlere bis kleinere Immobilienunternehmen für den Berliner Wachstumsmarkt. Das Spektrum der Herkunftsländer der Investoren reicht von USA über den nahen und mittleren Osten bis zum asiatisch pazifischen Raum. Denn Berlin ist immer noch ein Mietermarkt und hat mit 13% mit Abstand die niedrigste Quote an selbst genutzten Eigentumswohnungen.

Allerdings muss man die Bezirke unterscheiden, diese entwickeln sich durchaus unterschiedlich. Die größten Wohnimmobilienbezirke bei den Immobilien Berlin sind Pankow, Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Das höchste, mittlere monatliche Nettoeinkommen findet man allerdings in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Reinickendorf, sowie Treptow-Köpenick. Sogar innerhalb eines Stadtteils gibt es noch größere Preisunterschiede und verschiedene Straßenseiten können sich auch unterschiedlich preislich bemerkbar machen. Als positiv wirken sich die belebende Konjunktur und neue Arbeitsplätze in Berlin aus. Z. Zt. ziehen wieder mehr Menschen nach Berlin, als die Stadt verlassen. Der Anteil der Single-Haushalte liegt derzeit bei ca. 50% mit steigender Tendenz, was einen zusätzlichen Wohnungsbedarf nach sich zieht.


Die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und die Mieten von Mietwohnungen liegen deutlich unter dem Durchschnitt der deutschen Großstädte. Das veranlasst viele Anleger in den Markt einzusteigen, weil sie mit einer entsprechenden Preissteigerung in beiden Bereichen rechnen. Viele Altbauten der Jahrhundertwende wurden in der Vergangenheit modernisiert, so dass deren Wohnqualität erheblich gestiegen ist und damit auch die Vermietbarkeit verbessert wurde.

Ulrich Lindemann

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