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Schenkkreis und Esoterik

Die Organisatoren von Herzkreisen, die wohl nichts weiter als einen pyramidenartigen Schenkkreis nach dem Schneeballsystem betreiben dürften, spielen bei der Anwerbung von neuen Teilnehmern für ihren Schenkkreis gerne mit esoterischen Mitteln.


In der Tat gibt es bei Schnenkkreisen Schnittpunkte, die nicht nur an Esoterik, sondern auch an Sekten erinnern. So wird genau wie bei Sekten ein gewisser Gruppendruck aufgebaut. Häufig wird auch an die Hilfsbereitschaft der Mitspieler appeliert. Denn durch ihre Teilnahme an dem Schnenkkreis würden die aktiven Spieler anderen Menchen helfen. Aber zugleich könne man nicht nur altruistisch handeln, sondern sogar etwas für sich selbst tun. In der Regel kassieren jedoch die Veranstalter des Schenkkreises das große Geld ab. Dennoch kann es hin und wieder wirklich in sehr wenigen Fällen passieren, dass in der Tat jemand das Geld bekommt, der es wirklich benötigt. Dies ändert aber nichts an der Rückzahlungspflicht, die der Bundesgerichtshof im November 2005 bejaht hat.

Seit der BGH-Entscheidung, wonach Schenkkreise sittenwidrig sind, haben auch die unteren Instanzen stets die „Beschenkten“ fast immer zur Rückzahlung an den Schenker verurteilt. Summa summarum haben Schnenkkreise eigentlich nichts mit Esoterik zu tun, auch wenn die Organisatoren von Schenkkreisen sehr gerne mit esoterischen Begriffen für ihren Schenkkreis werben. Aber faktisch wird hier einfach mit einem falschen Label geworben. Denn wer sich einreden lässt, es könne eine wundersame Geldvermehrung geben, ist einfach nur naiv und leichtgläubig.


Aber vielleicht ist es wirklich so, dass esoterisch angehauchte Menschen, sich eher auf einen Schenkkreis einlassen würden, als andere Menschen. Wie auch immer, wer sich an einem Schenkkreis beteiligt hat, hat nach der höchstrichterlichen Entscheidung ebenfalls in den meisten Fällen einen Geld-zurück-Anspruch, den man über einen guten Rechtsanwalt, der sich mit Schenkkreisen auskennt, geltend machen sollte.

Christian Bergmann

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