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Rote Armbänder für den Glauben

Wer sich für die Lehre des Judentums stark macht, der zeigt das mit Armbänder in der Farbe Rot. Diese Tradition der Juden wird Kabbala genannt.


Ursprünglich ist die Kabbala nur den Juden vorbehalten, allerdings nur den männlichen. Diese Geheimlehre dürfen nur Männer erlernen, die über 40 Jahre alt sind. Es folgt ein jahrelanger Lernprozess, ein sogenanntes Studium in Zusammenarbeit mit einem Lehrer.

Die Lehre der Kabbala verfolgt das Streben, Geschichten aus der Tora zu verstehen. Denn hinter jedem Satz verbirgt sich ein Aufruf an die Menschen, wie sie die Erleuchtung erfahren können und wie sie ihr Leben leben sollten.

Gäbe es nicht die Queen of Pop, so wäre diese Jahrhunderte alte Tradition nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Madonna fing 1996 an, rote Armbänder zu tragen. Diese stehen für den Glauben an die Kabbala. Doch wie kann es sein, dass Juden für die Lehre jahrelang studieren müssen und Madonna darf sich Gläubige des Kabbala nennen?

1996 traf sie auf einen Kabbala-Lehrer. Er lehrte nicht nur jüdische Männer über 40. Er begann in London ein Gebäude einzurichten, ganz im Zeichen dieser Religion. Madonna war seine erste prominente Verehrerin. Sie vollzog bei ihm ihre Neugeburt. Ziel sei es die Weisheit zu erlangen, dass Ruhm und Reichtum unwichtig sind, lediglich der gute Mensch in einem zählt.


Bei ihren Sitzungen mit ihrem Lehrer erhält sie auch ihre roten Armbänder. Sie sind mit Buchstaben verziert. Es gibt keine öffentlichen Auftritte mehr ohne eines ihrer Armbänder. Um die Kabbala auszuleben reicht es über die Buchstaben zu streichen. Es schützt die Trägerin vor bösen Blicken und vor allen schlechten Einflüssen aus ihrem Umfeld.

Für traditionsbewusste Juden unvorstellbar, aber für Prominente eine Geste um an ihren Glauben festzuhalten.

Torsten Maue

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